Die private Krankenversicherung für Kinder
PKV für Kinder
Soll nun also eine private Krankenversicherung für das Kind abgeschlossen werden, so sollte man die verschiedenen Tarife und Angebote der einzelnen Versicherungen gut vergleichen, die Höhe der Beiträge und die damit verbundenen Leistungen sind nicht überall gleich. Doch auch hier kann natürlich ein individueller Leistungsumfang gewählt werden. Je nach Tarif und Versicherungsgesellschaft kostet eine Krankenversicherung für ein Kind ca. 60-120 Euro im Monat.
Prinzipiell gilt jedoch, dass es, vor allem, wenn das Kind sich später auch privat versichern wird, für dieses vorteilhaft ist, bereits in jungen Jahren in die private Krankenversicherung einzutreten. Das liegt vor allem daran, dass in der privaten Krankenversicherung Rückstellungen angelegt werden. Das System der Rückstellungen ist dazu gedacht, höhere Leistungen, die die Versicherung wegen zunehmender Leistungsinanspruchnahme im Alter aufwenden muss, abzumildern. Altersrückstellungen können also als eine Art Vorsorgesparen betrachtet werden. In jungen Jahren, wenn meistens noch nicht so viele Leistungen bezahlt werden müssen, wird Kapital für später angespart (übrigens auch verzinst) und sorgt später dafür, dass es zu keinen Beitragssteigerungen wegen zunehmender Leistungsinanspruchnahme kommt. Daher sind private Krankenversicherungen umso lukrativer, je früher man eintritt. Dank der letzten Gesundheitsreform erlaubt die änderung, da Rückstellungen nun auch mitgenommen werden können, eine flexiblere Wahl der Versicherung. Dennoch kann das Kind später, wenn es kein Gehalt oberhalb der Jahresarbeitsentgeldgrenze bezieht, in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Entgegen hartnäckiger Gerüchte ist es also nicht so, dass man ein Kind ewig an die private Krankenversicherung bindet.