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PKV Wechsel

Beim Begriff PKV-Wechsel, also dem Wechsel der privaten Krankenversicherung, sind drei Varianten zu unterscheiden: der Wechsel von der PKV in eine gesetzliche Krankenversicherung oder von einer gesetzlichen in eine private Versicherung, der Wechsel von einer PKV zur anderen und der Wechsel innerhalb einer PKV in einen anderen Tarif. Alle drei Varianten verlaufen unterschiedlich und haben ganz verschiedene Auswirkungen.

Private Krankenversicherung Wechsel

PKV Wechsel

Der Wechsel von und zu einer gesetzlichen Krankenversicherung ist von verschiedenen Punkten abhängig. Grundsätzlich können nur freiwillig versicherte Personen in eine PKV wechseln: bspw. Studenten, Beamte, Selbstständige. Bei einem Wechsel von der PKV zurück in die gesetzliche Krankenversicherung sind bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Grundsätzlich ist dies nur möglich, wenn eine abhängige Beschäftigung angetreten wird und der Versicherte wieder unter die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung fällt.

Der PKV-Wechsel innerhalb einer Versicherung ist unproblematisch. Hier wechselt der Versicherte nur den Tarif. Dabei sind Anpassungen des Versicherungsbeitrages und die Veränderung des Leistungsumfanges zu berücksichtigen.

Wechsel von einer PKV zur anderen

Etwas komplizierter ist der PKV-Wechsel von einer privaten Krankenversicherung zu einer anderen. Hierbei ist eine Kündigungsfrist zum Ende des Jahres einzuhalten. Ob sich ein Wechsel allerdings lohnt, muss im Einzelfall genau berechnet werden. Denn das Wesen der PKV besteht aus einem Kapitalstock, der vom Versicherten angespart wird. Da er beim Wechsel nur einen Teil dieses angesparten Versicherungskapitals mit zu einer anderen privaten Versicherung nehmen kann ( siehe PKV Basitarif ), kommt es in der Praxis hierbei zu empfindlichen Einbußen.

Kapitalstock und Beitrag

Beim PKV-Wechsel zwischen zwei privaten Krankenversicherungen verliert der Versicherte also einen Teil seines bisherigen Kapitals. Damit verliert er auch einen günstigen Beitragssatz. Denn beim PKV-Wechsel muss er fast von null anfangen, den Kapitalstock aufzubauen, nach dem sich sein Versicherungsbeitrag richtet. Zudem ist zu berücksichtigen, dass der Beitragssatz bei einer PKV stets vom Alter, Gesundheitszustand und Geschlecht abhängig ist. Je später ein PKV-Wechsel erfolgt, desto weniger wird er lukrativ. Auch die eigene Gesundheit wird mit dem Alter tendenziell anfälliger. Sind inzwischen zum Beispiel chronische Krankheiten aufgetreten, wird dieses bei der Prämienzahlung spürbar.

Fazit

Ein PKV-Wechsel kann aus diesen Gründen eine Verschlechterung des Versicherungsverhältnisses bedeuten. Vor einem Wechsel sollte daher unbedingt ein Tarifrechner genutzt, ein PKV Vergleich durchgeführt oder eine Beratung in Anspruch genommen werden.